Das Agentur-Problem
Marketing-/Design-/Dev-Agenturen mit DE-Team sind nicht so einfach zu verlagern wie Solo-Setups:
- Mitarbeiter in DE → Permanent Establishment in DE
- DE-Kunden → Substanz in DE
- Komplexe Buchhaltung (Stunden-Tracking, Kostenstellen)
Hybrid-Modell: DE-GmbH + Auslandsholding
Best-Practice für Agenturen mit 5+ Mitarbeitern:
- DE-GmbH bleibt operativ — Mitarbeiter, Kundenverträge, Tagesgeschäft
- Auslandsholding (Zypern oder Dubai) hält Beteiligung an DE-GmbH
- DE-GmbH zahlt Lizenzgebühren oder Management-Fees an Holding (steuerlich abziehbar)
- Gewinn-Ausschüttungen via Dividenden → Capital-Gains-Vorteile
Setup-Empfehlungen
Klein-Agentur (3-10 MA, < 1 Mio. Gewinn)
Zypern-Holding über DE-GmbH. Setup günstig, 12,5% Corporate + Non-Dom für Inhaber. EU-Mitgliedschaft erleichtert.
Mittlere Agentur (10-30 MA, 1-3 Mio. Gewinn)
Singapur-Holding für Premium-Strukturen. Höhere Substanz-Anforderungen, aber bei Größe lohnenswert. Pre-Exit-Vorbereitung.
Inhaber will auswandern
Dubai-Vollverlagerung für Inhaber, DE-GmbH bleibt operativ. Dividenden-Ausschüttungen an Dubai-Holding = 0% in UAE.
Stolperfallen
- Verrechnungspreise: Lizenzgebühren müssen "at arm's length" sein
- Funktionsverlagerung § 1 AStG: Verlagerung von Funktionen löst Steuer aus
- Mitarbeiter-Probleme: Kündigungsschutz in DE
Häufige Fragen
Ab ~500k Gewinn pro Jahr. Darunter ist Hybrid-Setup oft teurer als Ersparnis.
Theoretisch ja, aber: Mitarbeiter müssen mitziehen (selten realistisch). Funktionsverlagerung § 1 AStG kostet Steuer.
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